Blütenburgwald - Ost

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Blütenburgwald - Ost, 19.01.17 0:14
Blütenburgwald - Ost
Der östliche Teil des Blütenburgwaldes ist dichter bewachsen und daher etwas schwerer zu durchkämmen, als der westliche Teil. Dennoch gibt es auch hier viel zu entdecken. Und vielleicht finden sich hier ja einige Geheimverstecke der lebensfrohen Jugend?
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#015 ☆ mit niemanden
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Es waren nun mehrere Wochen mittlerweile vergangen, seitdem sie vor einiger Zeit neue Bekanntschaften gemacht hatte - hier und da war sie aufgetaucht, doch eigentlich war sie nie von großer Relevanz gewesen. Elle war bloß die junge Dame, die dabei stand.

Heue hatte sie sich dafür entschieden, ein wenig zu trainieren - und das möglichst alleine. Wohin hatte sie sich also verkrochen? Nun! Der Blütenburgwald schien für ihre Pokémon nur der richtige Ort zu sein, sich vollends zu entfalten. Da sie wusste, dass sich ihr Curelei auch besonders in Wäldern aufhielt, weil es nun einmal eine kleine Waldfee war, hatte sie auch dieses gerade draußen, während die anderen zuschauten. Wobei sie heute einmal nicht ihr Elfun und ihr Snubull mitgenomen hatte. Ihnen schien es nicht gut zu gehen, da ließ sie die beiden doch lieber daheim.
Sie hatte glücklicherweise in dem dichten Wald noch gerade so eine kleine Lichtung gefunden, sie sie nutzen konnte.
"Gut, meine Blüte, dann wollen wir doch einmal beginnen!", sprach die junge Dame fröhlich aus und drehte sich einmal im Kreis, stoppte und atmetete tief ein und tief aus. Ihr Curelei tat es ihr in Ansätzen gleich, so wie sie es eben bewerkstelligen konnte. Sie hatte die Augen geschlossen und als sie sie öffnete, hatte sie beide Arme leicht erhoben, als würde sie mit jemanden tanzen war die rechte Hand sanft vor ihre Brust gehoben, während sie anfing, im Kreis zu gehen, wobei sie dabei bei jedem Schritt elegant einknickte und sich wieder erhob. Es war rhythmisch, und das Curelei tat es ihr gleich, bevor sie den ersten Kreis einmal beendet hatten. Daraufhin entfernte sich Elle mit einer Drehung aus dem Kreis, ließ ihre Arme dabei freie Hand, sie schwirrten durch die Luft, jedoch kontrolliert. Das Curelei ließ sich mit schweben, drehen, und setzte dabei gleichzeitig Blütenwirbel ein, ehe Elle plötzlich auf dem Boden zusammenbrach, in die Hocke ging und das Curelei die langsam fallenden Blüten, in die sie nun eingehüllt waren, mit einem Zauberblatt durchstach und in die Höhe schellte. Es war, als würde die junge Dame geradezu von dem emporschwebenden Curelei angezogen, denn ruckartig wie ein Roboter erhob sie sich wieder und streckte ihre Hände nach oben aus. Eine Hand, ihre rechte, die sich langsam empor schwang, sich nach etwas zu sehnen schien. Das Curelei ließ seinen Blumenkranz los, und er segelte nach unten, berührte ihre Fingerspitzen. In einem finalen Blütenwirbel endete die Szenerie und die junge Dame stand alsbald wieder auf, nachdenklich.
"Üb' noch einmal Zauberblatt, das sah noch unsauber aus!", schlug sie schließlich vor und das Curelei nickte, erzeugte zunächst einen Blätterwirbel. "Ein wenig höher als ein Meter, genau durch den Mittelpunkt!", wies Elle ihr Pokémon an. Das Curelei konzentrierte sich und ... traf! Sie nickte zufrieden. "Dann wollen wir das doch noch einmal wiederholen, und dann aber gehen wir auch schon; ich habe heute noch etwas vor!", gab die junge Dame amüsiert von sich.

Schließlich wollten sie auch aufbrechen und zurück kehren, die junge Dame hatte ihre Ohren schon mit Kopfhörern zugestöpselt, als eine junge Frau sie ansprach. Eskorte ...?
"Bitte-, ich- ich muss jetzt da durch, allerdings habe ich keine Pokémon bei mir und ... fürchte mich", bat die junge Frau sie eindringlichst. Elle schüttelte den Kopf, aber nur, um zuzustimmen.
"Natürlich, ich kann Sie gut verstehen! Früher hätte ich mich auch nicht alleine da durch getraut, aber mit meinen Pokémon ... auf uns können Sie sich verlassen!", gab die junge Dame enthusiastisch von sich und nickte munter, als sie dann wieder zu dem anderen gehen würden - das war ihr aber auch nur recht, sie konnte weder ein für noch ein gegen finden.
Sie beschloss, ihr Feelinara aus dem Ball zu lassen. Gemeinsam also gingen sie zurück in den Wald, wobei die junge Dame versuchte, der anderen die Angst zu nehmen, indem sie sich einfach mit ihr unterhielt. Es waren wirklich unglaublich triviale Themen, wie das heutige Wetter, was sie heute noch vorhätte, welchen Beruf sie genau ausübte, was sie in ihrer Jugend gemacht hatte, welche Nachrichten sie heute mitverfolgt hatte, was gerade so in der Welt los war - kurz einfach alles, was einem spontan einfiel, wenn man sich mit einer absolut Unbekannten unterhielt. Keines der Themen war schlussendlich besonders tiefgründig und die junge Dame bestätigte beinahe einfach nur alles, was die andere sagte, wie es eben ihre Art war, aber natürlich besaß sie auch noch den gewissen Eigencharakter, der sie sympathisch machte. Man konnte als Außenstehender schwer behaupten, dass Elle keine lebenfrohe Natur sein sollte, denn allem Anschein nach gab es nur selten Dinge, die sie wirklich trübten. Auch, wenn es genauer gesagt auch doch relativ viele Dinge gab, die sie doch eher deprimierten, doch davon musste ja auch niemand etwas wissen, nicht?

Sie waren wahrscheinlich schon eine gute Weile gelaufen, und bislang hatte sich noch kein wildes Pokémon gezeigt, sodass die beiden jungen Damen nach und nach doch ihre Deckung aufgaben und das Feelinara doch auch gerne einmal ein wenig weiter weg von ihnen ging, um die Gegend zu erkunden. Es war so spannend! Unglaublich! Sie würde gerne wieder einfach so spazieren gehen, doch sie wusste genauso gut, dass ihre Trainerin doch ein wenig zu sehr beschäftigt war, um sich zu viele solcher Tage zu leisten.
"Aber der Wald ist doch bei Tag wirklich schön, finden Sie nicht?", sprach die junge Dame mit einem kecken Lächeln die andere Frau an, die Hände hinter dem Rücken verschränkt, den Oberkörper leicht gebeugt, ehe sie sich bei dem nächsten Schritt wieder aufrichtete.
Astrid, wie die Frau hieß, schien zunächst überrascht, hatte sie wohl für eine kleine Weile ganz vergessen, wo sie überhaupt waren. "Du hast Recht, es ist wirklich schön hier ... danke", sprach sie mit einem Lächeln aus, was der Dunkelhaarigen doch nur zu einem größeren Lächeln verhelfen konnte.
Viele und nicht nur wenige würden zwar meinen, dass sie eine verlogene Dame war, doch Elle genoss das Lächeln der anderen viel zu sehr - sie wusste, dass sie mit ihrer Einstellung auch verletzen konnte, doch bislang brachte sie weitaus mehr angenehmes, als das sie sich um Änderung bemühen würde.

Die Idylle fand jedoch ein rasches Ende.
Immer noch war Akine hier und da unterwegs, doch in der Nähe, als ... ein Knilz aus dem Gras sprang! "Vorsicht!", rief Astrid nur perplex, als sie die Dunkelhaarige aus dem Verkehr schupste und beide gemeinsam auf dem Boden fielen.
"Autsch ...", murmelte die junge Dame nur mürrisch, als sie die Hilfestellung der anderen annahm. "Vielen Dank ... das habe ich wirklich nicht kommen sheen, tut mir Leid ...", gab sie doch eher deprimiert von sich, als sie wieder auf beiden Beinen stand.
"Alles gut, man konnte das nun wirklich nicht sehen ...", winkte die andere ab, während sie nachdenklich zu dem Knilz starrte, welches jedoch wieder weg war - oder doch nicht?
Ein heimtückischer Angriff von hinten, Tackle, von demselben Knilz, ließ Elle gegen die andere Dame fallen und beide landeten unsanft auf dem Boden.
Bevor das Knilz jedoch weiter einfach seine Macken und Tücken machen konnte, wehte eine frische Feenbrise durch die Gegend und traf das Knilz.
Perplex versuchte Elle, die Quelle auszumachen, und ... war noch verwirrter als zuvor. "Aber ... was macht ein Parfi nur hier?", gab sie verwirrt von sich und half diesmal Astrid auf die Beine. Nun, das ... verwunderte sie doch stark, hätte sie das wirklich nicht erwartet.
Das Parfi jedoch schien so von den Menschen keine Notiz zu nehmen, sondern das Knilz mit einem Diebes- und einem Bitterkuss zu attackieren, bis es schließlich geschlagen die Flucht antrat.
Dann drehte es sich zu den Menschen um, schien aber genauso unerfreut zu sein wie ohnehin schon. Mehr noch, es wollte sie wohl auch ... attackieren? Aber wieso? "Akine, Mondgewalt!", gab die junge Dame schnell als Befehl zu ihrem Feelinara, welches genug Zeit hatte, die Situation zu analysieren und zu den beiden Menschen zurückzufinden. Natürlich war es keine unbedingt kluge Attacke gegen ein anderes Feenpokémon ... aber ... "Sternschauer, los!", ließ auch die Dunkelhaarige nicht mit Attacken locker, als das Parfi schließlich geschwächt zu Boden gleitete. Die junge Dame war wirklich verwirrt, doch das Parfi wollte sie hier, wo es nicht hingehörte, nun wirklich nicht einfach liegen lassen. Sie zückte einen Luxusball und fing das Pokémon kurzerhand, nachdenklich.
Dann wandte sie sich an Astrid. "Es tut mir Leid für die Unannehmlichkeiten ... ich weiß wirklich nicht, wie das passieren konnte", haspelte sie unsicher, fuhr sich verwirrt mit der Hand durch die Haare. Nach einer kurzen Unterhaltung und der Versicherung Astrids, dass alles okay war und sie sich eher Sorgen um Elle machte, ging es schließlich aber wieder weiter und sie erreichten das andere Ende des Waldes ohne weitere Probleme.
Die junge Dame seufzte laut auf, als Astrid schon verschwunden war. Nun, wenn das jetzt nicht ... wirklich unerwartet war, wusste sie auch nicht weiter. Wieso war das Parfi nur so aggressiv? Sie sah einen ihrer leeren Luxusbälle an, während sie darauf wartete, dass ihre Pokémon geheilt werden würden, saß sie mittlerweile auch in einem Pokémon Center. Schnell steckte sie diesen wieder ein, als sie ihre Pokémon wieder zurück bekam. Na, mit dem Pokémon aus ihrer Heimatregion musste sie aber noch ein hübsches Wort reden ...!

tbc. Pokémon-Center, Metarost City

IMAGE BY mochi

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